Der kleine Bruder ist da!

Irgendwie bin ich zum Urlaub und anschließendem Mutterschutz abgetaucht. Der komplette Januar war sehr verplant und ich habe viele, viele Kleinigkeiten erledigt und Termine gehabt. Im Februar habe ich es dann ruhiger angehen lassen, was auch langsam sein musste. Denn trotzdem ich wieder nicht den größten Bauch hatte, wurden die Tage vor allem mit unserer Tochter doch immer anstrengender. Zusätzlich hatte ich auch wieder Schwangerschaftsdiabetes und war viel mit meiner Ernährung beschäftigt.

Bis kurz vor dem ET tat sich fast nichts, jedes CTG war ruhig, das Kind wurde wieder recht klein geschätzt und es sah nichts nach Geburt aus. Letzte Woche habe ich dann noch alle Fenster im Haus geputzt und zum Beispiel mit der Erstellung der Steuererklärung auch wirklich die letzten offenen Punkte auf meiner To-Do-Liste erledigt. Am Donnerstag hatte meine Frau noch einen sehr lange ersehnten Facharzttermin, den sie auch noch wahrnehmen konnte und beim Einkaufen am Nachmittag trafen wir im Supermarkt noch einige Freunde und Bekannte, mit denen wir über die Geburt Späße machten. Ich sah mich aber noch lange nicht im Kreißsaal.

Doch nachts ging es dann los. Fast exakt wie bei unserer Großen starteten die ersten Wehen gegen 3 Uhr morgens und um 7:45 Uhr kam meine Schwiegermutter, um auf unser Mädchen aufzupassen. Wir packten und fuhren dann langsam los, die Wehen waren aber noch auszuhalten und kamen etwa alle drei bis vier Minuten. Im Kreißsaal kamen wir gegen 8:30 Uhr an. Ich hatte Bedenken, dass wir dort nun ewig verbringen müssen, aber es ging sogar noch schneller als bei der ersten Geburt. Um 11:06 Uhr waren wir zu viert und unser kleiner Mann stieß mit 50 cm und 2980 g zu uns. Was für eine Erleichterung, als es geschafft war!!

Mit ganz leichten Startschwierigkeiten (Unterzucker beim Baby – ich hatte zu lange nichts gegessen und dazu noch Kreislaufprobleme bei mir) kamen wir auf die Station und durften zwei Tage später schon wieder nach Hause.

Seitdem genießen wir ganz entspannt die erste Zeit zu viert. Das Baby ist entspannt, das Stillen klappt super (heute hat der Kleine sein Geburtsgewicht schon übertroffen), ich habe kaum noch Schmerzen und meine Frau hat Elternzeit und kümmert sich ganz toll um die Große, die auch ganz verliebt ist in den „Besuch aus dem Bauch“. Kurz: Es ist alles einfach so viel entspannter und einfacher als vor vier Jahren, dass ich mich kaum traue, es auszusprechen…

 

Wir genießen die Zeit und sind einfach glücklich, nun komplett zu sein!

Mitten in der 31. Woche!

So kurz vor Weihnachten komme ich wirklich zu nichts. Der letzte Arbeitstag ist auch am Freitag und da gibt es natürlich noch ein paar Sachen zu erledigen. Ich freue mich SO sehr auf die „freie“ Zeit und habe schon eine Menge Arzttermine und weitere Erledigungen geplant. Ende Januar will ich mit allem durch sein, was man so erledigen kann.

Den letzten großen Drogerieeinkauf haben wir auch schon hinter uns gebracht und nach Rücksprache mit meiner Hebamme werde ich im Januar dann noch eine Bestellung in der Online-Apotheke machen, damit wir auch für alle Eventualitäten gerüstet sind.

Der letzte Ultraschall war prima, der Kleine hat fast die gleichen Daten wie seine große Schwester damals. Etwas größer ist er geschätzt. Noch liegt er mit dem Kopf nach oben, ein wenig Zeit hat er ja noch, sich zu drehen (ich hoffe, er macht es dann auch ;-)). Die nächsten Termine stehen dann ab Januar an, da ist dann eigentlich jede Woche entweder Kontrolle beim Arzt oder ein Besuch der Hebamme. Ich werde mal sehen, ob ich die CTG-Kontrollen beim Arzt durch meine Hebamme machen lassen kann, denn ich habe eigentlich keine Lust, dafür dahin zu fahren und möchte lieber entspannt Besuch von meiner Hebamme haben 🙂

Unsere große Maus freut sich schon riesig auf Weihnachten und auch auf die Ankunft des kleinen Babys. Ungeduldig finde ich sie dabei bisher aber noch gar nicht, vielleicht kommt das noch, wenn Weihnachten vorbei ist. Mal sehen.

Ach, ich freu mich so auf die kommenden Wochen!

Mitten in der 28. Woche!

Meine Güte, die Zeit rennt! Nun sind es nicht mal mehr vier Wochen bis Weihnachten und meinem letzten Arbeitstag für etwa 14 Monate. Der Wahnsinn, ich freue mich so sehr auf die freie Zeit. Vorher will zwar noch ein Menge erledigt werden, aber ich zähle die Tage trotzdem schon rückwärts und freue mich auf die freie Zeit bis zur Geburt.

Mir geht es nach einer dicken Erkältung nun wieder besser, insgesamt empfinde ich die Schwangerschaft aber einfach anstrengender als die erste, der Bauch ist doch oft im Weg, es ziept oder schmerzt und ich brauche Pausen, die ich mir nur selten nehmen kann mit Vollzeitjob, Kleinkind und vielen Verabredungen vor Weihnachten. Trotzdem bin ich jeden Tag dankbar für dieses kleine wilde Mäuschen in meinem Bauch, das offensichtlich sehr aktiv und gesund ist. Gesehen haben wir den Kleinen das letzte Mal Mitte Oktober, der nächste (und planmäßig letzte) Ultraschall ist dann Mitte Dezember. Ich bin sehr gespannt, ob der kleine Junge dann größer ist als es seine Schwester war. Und vor allem, wie er liegt, da wollten sich in den letzten Wochen nämlich zwei Hebammen nicht so wirklich festlegen 😉

Wir haben das Zimmer jetzt fertig, es ist eigentlich alles besorgt und eingerichtet. Die Hausapotheke wird noch vervollständigt und dann haben wir eigentlich schon alles, was wir brauchen. Ich versuche wirklich, möglichst alles bis Weihnachten zu erledigen, damit mir im Januar und Februar etwas Ruhe und Zeit für Papierkram und andere nervige Erledigungen bleibt. Zumal dann ja auch wieder der Ärzte- und Hebammenmarathon beginnt. Und die Geburtsanmeldung in der Klinik, und, und, und… Da wird mir garantiert nicht langweilig.

Die kleine Große freut sich riesig auf das Brüderchen und wird langsam ein wenig ungeduldig. Wir haben die Reihenfolge aber genau festgelegt: Erst einmal Advent und Weihnachten, dann hat noch ihr Opa Geburtstag und bevor ich Geburtstag habe, kommt das Baby. Und dann ist irgendwann ihre „Geburtstagsparty“ von der sie schon immer redet 😉 Nach einer etwas schwierigen Zeit geht sie mittlerweile auch wieder lieber in den Kindergarten, ich denke, sie bemerkt langsam die Veränderungen, die da so auf die zukommen – mein Bauch zeigt das ja auch mehr als deutlich.

Um uns herum bekommen dann auch die „letzten“ Mädels jetzt die zweiten Kinder und ich glaube, dass wir dann 2020 mit dem großen Baby“run“ um Freundes- und Bekanntenkreis durch sind. Heute Abend ist mein Geburtsvorbereitungskurs wieder, der geht noch bis Mitte Dezember. Ist ganz interessant, viele Dinge hat man nach vier Jahren dann doch vergessen und es macht ja immer Spaß, das Wissen nochmal aufzufrischen. Ein Abend in der Woche reicht mir aber, ich kann sehr schlecht schlafen seit der Schwangerschaft und bin daher abends lieber im Bett als unterwegs. Das wird sich wohl die nächsten Monate auch nicht ändern…und ich freu mich drauf!

 

Mitten in der 23. Woche

Und schon wieder eine Woche weiter, Samstag starten wir schon in die 24. Woche. Jetzt geht die Zeit wirklich schnell vorbei. Seit ich das Baby spüren kann, bin ich auch viel ruhiger. Die Arzttermine sind mir seitdem völlig egal, am liebsten würde ich gar nicht hingehen 😉 Echt krass, wie sehr man sich verändert, wenn einmal ein gesundes Kind auf die Welt gekommen ist. Das Vertrauen in die Schwangerschaft ist weitaus größer als beim ersten Mal.

Das Baby ist dazu wahnsinnig aktiv. Ich habe eine Hinterwandplazenta, bei der Großen hatte ich eine Vorderwandplazenta. Das macht dann doch eine Menge aus, ich spüre das Baby eigentlich fast durchgängig Tag und Nacht, bei meiner Tochter musste ich manchmal ein paar Stunden warten, bis ich wieder was gemerkt habe. Da habe ich mir auf jeden Fall mehr Gedanken gemacht, das kommt jetzt äußerst selten vor. Dazu ist das Leben „nebenbei“ natürlich auch weitaus voller als noch ohne großes Kind.

Wir haben aber in der letzten Woche richtig viel geschafft, haben neue Möbel besorgt, das Babyzimmer weiter umgebaut, einen Kinderwagen besorgt, Klamotten und Spielzeuge sortiert (wobei unsere Große ganz toll geholfen hat und immer sagte: „Das kann mein kleines Baby ruhig haben.“ ♥) und ein paar „neue“ Klamotten (gebrauchte von einer Freundin) sind auch eingezogen. Ich denke, für die Anfangszeit sind wir schon gut gerüstet und auch da sehe ich es lockerer, wenn wir nicht ganz perfekt vorbereitet und ausgestattet sind. Aber es macht generell einfach wieder so viel Spaß, alles zu sortieren, neu zu ordnen, alte Sachen zu verkaufen/verschenken und das Haus auf einen weiteren Bewohner einzustellen!

Beim Vornamen sind wir uns noch nicht einig bzw. haben den perfekten noch nicht wirklich gefunden. Aber wir denken beide sehr viel drüber nach, glaube ich und ich denke und hoffe, dass spätestens zur Weihnachtszeit die perfekte Auswahl getroffen ist 🙂

Mitten in der 22. Woche!

Wir waren jetzt zehn Tage unterwegs, haben noch etwas südfranzösische Sonne genossen und einfach Zeit zu dritt. Das tut uns allen im Moment sehr gut, der Alltag ist oft doch einfach stressig und nun haben wir wegen des kleinen Brüderchens natürlich auch eine Menge im Kopf, was wir noch so erledigen wollen. Also hat die Auszeit sehr gut getan!

Ich habe die Reise aber zunehmend als anstrengend empfunden, insgesamt macht mir die Schwangerschaft doch etwas mehr zu schaffen als die erste. Ich bin einfach extrem kaputt, was schon teilweise in Antriebslosigkeit mündet und mich richtig nervt. Im Moment zähle ich die Tage rückwärts, die ich noch arbeiten muss. Ein paar Tage Urlaub werde ich mir vor dem Mutterschutz auch noch gönnen und es dann einfach ruhiger angehen lassen. Noch 9,5 Wochen sind es in etwa, dann ist schon fast Weihnachten und ich bin „weg“ 😉

Nach Weihnachten wollen wir drei noch einmal einen kurzen Wellnessurlaub machen und danach geht es dann ja schon in den Endspurt. Meine Güte, die Zeit fliegt wirklich vorbei jetzt.

Wir hatten auch schon den Termin zum zweiten großen Screening. Es ist alles in Ordnung und das ist jedes Mal so schön zu hören ♥ Was für ein unglaubliches Geschenk, dass wir, wenn alles gut geht, zwei gesunde kleine Menschen bei uns haben können. Wir freuen uns so sehr auf die Zeit!

Mitten in der 20. Woche!

Meine Güte, die Zeit geht gerade wirklich schnell rum. Wir waren erst einmal alle nacheinander ziemlich krank (ich bin es immer noch, da ich mich dank beruflicher Termine nicht so richtig auskurieren konnte) und darüber hinaus noch ganz viel verabredet und unterwegs. Der September ist irgendwie immer so voll, aber das ist ja auch schön, wenn die Zeit mit vielen tollen Erlebnissen an uns vorbeirennt.

Mir geht es mittlerweile eigentlich relativ gut. Die ewige Müdigkeit wird mir wohl erhalten bleiben, da glaube ich eher nicht, dass das noch verschwindet. Aber ansonsten kann ich wieder alles essen und die Zeit genießen.

Die Bewegungen im Bauch werden immer stärker, auch merke ich genau, wie unser Baby gerade liegt. Das ist sehr schön und gibt ein beruhigendes Gefühl. So wissen wir immer, dass alles in Ordnung ist. Bei der letzten Untersuchung hatten wir einen Ultraschall mit „gebucht“, auch wenn eigentlich keiner angestanden hätte. Aber unser Mäuschen wollte das Baby auch mal sehen (fand sie im Endeffekt aber langweiliger als alle Geräte in dem Raum) und meine Frau war ja auch noch gar nicht dabei. Also durften wir alle ein kleines und turnendes Baby beobachten. Der Arzt tippt relativ sicher auf einen Jungen und ich fand es auch eindeutig 😉 Wir bekommen also doch noch etwas männliche Verstärkung in der Familie ♥

Zu Hause haben wir auch schon ein wenig damit begonnen, das Haus weiter aufzuräumen. Wir haben Klamotten sortiert und ausgemistet, uns alle Babysachen angeschaut und überlegt, was wir noch zusätzlich brauchen, haben die Zimmerplanung (fast) zu Ende gedacht und brauchen nun einfach noch etwas Zeit und Arbeit und dann wird die obere Etage für insgesamt vier Menschen hergerichtet sein. Darauf freue ich mich schon sehr!

Zuerst fahren wir allerdings spontan noch einmal in die Sonne, ans Mittelmeer. Wir haben 1,5 Wochen Herbstferien und die wollen wir sinnvoll nutzen und noch einmal in einem Pool und im Meer schwimmen, Sand zwischen den Zehen haben, Muscheln sammeln, gemeinsam bummeln gehen, die Natur, Ruhe und freie Zeit genießen. Am Donnerstag geht es schon los und wir freuen uns so sehr drauf!

 

Mitten in der 17. Woche!

Wahnsinn, da die Tage einfach ausgefüllter und auch stressiger sind, wenn man noch ein kleines Kind zu Hause hat, vergeht die Zeit auch wirklich etwas schneller in der zweiten Schwangerschaft. Zumindest, seitdem wir alles offiziell gemacht haben, finde ich. Außerdem bin ich abends so müde, dass ich fast mit der kleinen Maus einschlafe und die Tage somit noch etwas kürzer sind…

Und es gibt auch lauter gute Nachrichten: Meine Übelkeit hat deutlich nachgelassen, der 1. Diabetestest war völlig unauffällig (juchu, noch mindestens zwei Monate darf ich Schokolade essen, dann kommt der nächste) und seit Montag (16+2) spüre ich das kleine Baby in meinem Bauch richtig eindeutig.

Mittlerweile ist es auch nicht mehr zu übersehen, dass wir ein zweites Baby erwarten. Seit heute morgen trage ich meine alte Schwangerschaftsjeans und es ist so herrlich gemütlich und warm am Bauch. Der perfekte Zeitpunkt, jetzt, wo der Herbst eingesetzt hat ♥

Im Moment sind wir alle einfach rundum glücklich. Unsere kleine, große Maus mit dem neuen Kindergarten und ihrem Leben im Allgemeinen und wir Großen sowieso, weil alle gesund und glücklich sind. Und ich freue mich sehr auf den Ultraschall in der nächsten Woche – der erste, bei dem noch jemand außer mir dabei ist! Danach werden wir mal sehen, dass wir langsam einige Veränderungen im Haus angehen in Vorbereitung auf den nächsten kleinen Mitbewohner. Wie immer werden bei uns nämlich dann gleich mehrere Räume umgestaltet.

Rückblick auf das letzte Jahr: Der Kinderwunsch und die Inseminationen in Dänemark

Wir hatten uns in der ersten Schwangerschaft 2015 entschieden, einige Einheiten „unseres“ Spenders für ein zukünftiges Geschwisterbaby einlagern zu lassen. Die Spender sind meist nicht so lange verfügbar, deshalb wird von der Klinik in Dänemark so ein „Geschwisterdepot“ empfohlen, wenn man den Plan hat, noch weitere Kinder zu bekommen. Damals hatten wir lange überlegt, wie viele Einheiten wir kaufen wollen und uns letztendlich für vier (also vier Versuche) entschieden.

Die ersten Jahre erinnerten wir uns immer nur einmal an unsere Einheiten, wenn wir die Einlagerung für ein Jahr verlängern mussten.

Irgendwann bekam ich dann wieder meine Regel (Frühsommer 2018) und wir dachten schon stärker an ein Geschwisterkind. Wir trafen alle Vorbereitungen (z.B. Bluttests, die von der Klinik verlangt werden) und ich beobachtete meinen Zyklus. Ich hatte zwar jeden Monat einen Eisprung, allerdings war die zweite Zyklushälfte noch extrem kurz (teilweise nur vier oder fünf Tage) – vermutlich wegen des Stillens und zu wenig Schlaf. Ab Herbst stellte sich dann das erste Mal eine richtige Regelmäßigkeit ein, wenn auch die zweite Zyklushälfte mit neun bis zehn Tagen immer noch sehr kurz war. Eigentlich hatten wir im November einen ersten Besuch in Aarhus geplant, das klappte zeitlich aber leider alles nicht.

Langsam wurde ich innerlich etwas unruhig (mein 37. Geburtstag stand gefühlt ja schon bald vor der Tür und ich hatte mir immer einen nicht sooo riesigen Abstand zwischen beiden Kindern gewünscht). Über Silvester verbrachten wir drei ein paar Tage in Hamburg und ich testete und testete. So richtig eindeutig waren die Ovulationstests leider nicht, da ja auch der normale Tagesablauf ganz anders ist im Urlaub. Dann fiel mir gerade die Sache mit dem Trinken und der Trinkpause vor dem Test sehr schwer. Irgendwann waren wir uns aber sicher und machten für den nächsten Tag einen Termin bei der Klinik. Der Follikel war sogar etwas größer als bei unserer Tochter und auch die Gebärmutterschleimhaut sah gut aus – der Versuch fand also statt und wir übernachteten noch eine Nacht in Dänemark, was allerdings sehr stressig war. Generell war der Januar wohl nicht so unser Glücksmonat, das zeigte auch die Ankunft meiner Regel, ganz pünktlich.

Wir entschlossen uns, gleich den nächsten Versuch zu wagen, da sich wieder ein Wochenende anbot und die Ovulationstests auch passten. Wir fuhren dieses Mal nachts los, erst nach Aarhus, machten dort bei Kälte und strahlendem Sonnenschein unseren zweiten Versuch und verbrachten ein heimliches und wunderschönes Wochenende zu dritt in Kiel. Es war richtig entspannt und die Atmosphäre deutlich besser als beim letzten Mal. Ich bin mir auch relativ sicher, dass es geklappt hat, denn meine Periode begann mit Schmierblutungen (habe ich sonst wirklich nie), war anschließend sehr, sehr stark und dauerte eine ganze Woche (sonst deutlich kürzer). Vermutlich gut, dass ich nicht schon vor der Regel getestet habe, dann wäre die Enttäuschung nur noch größer gewesen.

Nun war ich ziemlich desillusioniert. Klar, ist es ist nicht wahrscheinlich, dass es nochmal so schnell klappt (bei unserer Tochter klappte es ja beim ersten Versuch), aber ich wurde innerlich auch etwas nervös – fühlte ich zum einen die Zeit davon laufen und dazu wusste ich ja, dass wir nur noch zwei Versuche mit dem gleichen Spender machen konnten. Sicher, es wäre möglich, einen anderen Spender auszuwählen. Das wollte ich aber nicht, da wir die offenen Spender bei unserer Tochter noch mit sehr wenig Angaben bekamen (Beruf/Studienfach, Größe, Gewicht, Blutgruppe, Haar- und Augenfarbe) und jetzt standardmäßig richtig umfangreiche Informationen zu den Spendern gegeben werden (Stimmprobe, Selbstbeschreibung, Worte an das zukünftige Kind, psychologische Beurteilung, Kinderfoto, usw.). Das wäre mir ungerecht vorgekommen, hätten wir später einem Kind kaum etwas sagen können und das anderen hätte von uns quasi eine dicke Mappe mit ganz vielen Informationen bekommen. Zumal ich selbst diese ganzen Informationen auch nicht hätte haben wollen, wir hatten uns 2015 bewusst dagegen entschieden.

Wir beschlossen, eine Pause einzulegen. Die Besuche in Dänemark sind mit Kleinkind dann doch etwas stressiger, es lagen alle Geburtstage vor uns und wir hatten vor Ostern einen Urlaub geplant.

Bis Mai pendelten sich meine Zyklen dann noch weiter ein – ich vermute, da ich endlich nachts durchschlafen konnte. Es gab sogar zweite Zyklushälften, die zwölf Tage lang waren. Anfang Mai kam mein Eisprung dann unerwartet früh und damit entsprechend setzte auch die Regel früher ein, als wir dachten. Damit war klar: Über das Himmelfahrtswochenende wäre der perfekte Zeitpunkt und wir hatten sowieso frei. Meine Frau (die bei uns immer den Urlaub bucht) suchte uns ein ganz tolles Appartement in der Nähe von Flensburg und wir verbrachten dort vier wunderschöne Tage. Der Ovulationstest war an einem Morgen so eindeutig positiv wie selten und ich widerstand der Versuchung, zu glauben, dass wir am nächsten Morgen schon zu spät dran sind. Nach einer etwas unruhigeren Nacht machten wir uns am nächsten Morgen ganz früh auf den Weg. In Aarhus kannten wir ja schon alles, der Follikel war noch zu sehen mit exakt der gleichen Größe wie 2015 bei unserer Tochter. So waren wir schnell durch mit unserem vorletzten Versuch – gemeinsam hatten wir nämlich bereits beschlossen, dass wir nur unsere vier Versuche aufbrauchen würden und das Thema „Geschwisterkind“ dann abschließen. Wir spielten alle gemeinsam in Aarhus noch kurz an einem ganz tollen Brunnen am Hafen (bis alle ein wenig nass waren) und verbrachten den Nachmittag dann am Strand in der Nähe von Flensburg. Dieses Mal habe ich sogar ein Foto von mir und unserer Tochter an diesem besonderen Tag ♥ Zwei Wochen später hielten wir dann den positiven Test in den Händen, dieses Mal in Südfrankreich – denn mein Bruder hatte uns zu seinem Geburtstag dorthin eingeladen. Und so begann das zweite Abenteuer „Baby“ ♥

Mitten in der 16. Woche!

Da sind wir schon längst in der 16. Woche angekommen. Das Wochenende haben wir mit einem verlängerten Montag ganz entspannt und teilweise spontan in Holland verbracht, was sehr schön war. Vermutlich die letzten Sommertage für dieses Jahr, die haben wir auf jeden Fall genutzt! Ich bin allerdings froh, dass sich jetzt so richtig der Herbst ankündigt. Die Hitze war mir einfach zu viel, die mag ich auch sonst nicht so, aber mit einem Kreislauf, der nicht ganz auf der Höhe ist, ist das einfach nichts 😉

Ansonsten geht es mir nicht richtig gut, aber auf jeden Fall besser. Die Übelkeit ist immer noch da, aber deutlich weniger. Auch müde bin ich durchgängig, aber es ist besser zu ertragen mittlerweile. Irgendwie bin ich richtig froh, dass es meine zweite und letzte Schwangerschaft ist – ein richtiger „Fan“ von der Schwangerschaft war ich beim ersten Mal ja auch schon nicht und so ist es doch schön zu wissen, dass man all das nun zum letzten Mal hat. Wenn das Baby da ist, werde ich die vergehende Zeit sicher mit mehr Wehmut sehen, aber die Schwangerschaft vermisse ich sicherlich nicht 😀

Gerade läuft bei uns eigentlich alles recht entspannt. Unsere Tochter ist sehr gut im Kindergarten angekommen und geht deutlicher lieber hin als am Ende in die Krippe (da hat sie sich doch sehr gelangweilt). Ab Oktober wird meine Frau etwas mehr Stunden arbeiten, so dass wir uns ein wenig neu organisieren müssen. Aber das ist dann ja nur noch für etwa drei Monate, dann bin ich schon im Mutterschutz und habe über ein Jahr Zeit, mich einfach nur um uns zu kümmern – darauf freue ich mich sehr.

Morgen steht der Test beim Diabetologen an und ich hoffe einfach, dass ich zumindest erstmal noch vom Schwangerschaftsdiabetes verschont bleibe. Es ist ja wohl auch nicht gesagt, dass man es immer nochmal bekommt, wenn man es schon hatte. Die Wahrscheinlichkeit ist aber natürlich höher. Ich werde berichten, drückt mir die Daumen 🙂

Die 15. Woche hat begonnen!

Mensch, langsam kommen wir in die Phase, wo es spannender wird. Der Bauch wächst weiter (vermutlich aber auch, weil ich vor dem Diabetestest noch möglichst alles essen möchte, was ich danach vielleicht nicht mehr darf ;-)) und gedanklich fangen wir auch langsam stärker an, uns auf unseren neuen Mitbewohner vorzubereiten. Die Zimmerplanung, was noch gekauft werden muss, usw. – das ist zumindest ab und zu schon Gegenstand unserer Gedanken. Aber ich bin echt tiefenentspannt. Wissen wir doch vom letzten Mal, dass man die meisten Sachen sowieso spontan benötigt (aus der Zeit nach der Geburt unseres großen Mädchens resultiert übrigens unsere Amazon prime-Mitgliedschaft…und das aus guten Grund) und auch das meiste einfach mal eben noch besorgen kann. So ganz rundum vorbereitet zu sein wie beim ersten Mal, das würde ich mir jetzt nicht wieder „antun“. Dafür ist das Gefühl, diese Schwangerschaft soviel entspannter angehen zu können, einfach viel zu schön.

Am Donnerstag war auch wieder eine Routinekontrolle beim Arzt und ich hatte gar keine Lust, hinzugehen. Meine Frau und die Tochter waren am Strand und ich war richtig genervt, dass ich da nun hin muss. Das wäre mir so in der ersten Schwangerschaft auch nicht passiert 😉 Mein Zutrauen, dass alles gut ist, ist einfach so viel stärker, total schön. Nur auf den nächsten Ultraschalltermin Mitte September, darauf freue ich mich richtig, weil da meine beiden Mädels endlich das erste Mal mitkommen und wir ja vielleicht sogar erfahren, ob wir noch ein Mädchen oder einen Jungen bekommen ♥

Im Kindergarten läuft es derzeit richtig gut, laut Erzieher ist unsere Maus von den neuen Kindern am schnellsten und problemlosesten angekommen. Sie spielt mit allen Kindern, fühlt sich sehr wohl und ist eigentlich wie immer „mitten auf der Tanzfläche“. So ist sie eben und in den meisten Situationen finden wir das auch sehr gut 😉 Wir sind sehr stolz, dass sie die Umstellung so gut meistert. Sie selbst hat auch schon gesagt, dass es ihr dort besser gefällt. Im letzten Jahr in der Krippe hat sie sich eben doch häufig gelangweilt, das ist jetzt natürlich etwas ganz anderes. Darüber freuen wir uns sehr!