46 Wochen alt!

Und da ist die nächste Woche rum. Ich würde sagen, die Woche war durchwachsen – so schön die Tage sind, so schlimm sind die Nächte.

Diese Woche waren wir zweimal in einem Indoor-Spielplatz und haben da rumgetobt. Der Kleinen hat es super gefallen und wir haben es auch genossen, weil alles schön gepolstert war und wir nicht ganz so gut aufpassen mussten und quatschen konnten. Außerdem hatten wir viel Besuch und haben festgestellt, dass man bei unserer Kleinen jetzt wirklich sieht, dass sie vom Baby zum Kleinkind wird. Sie ist teilweise richtig erwachsen und wenn wir dagegen dann andere im gleichen Alter oder jünger sehen, kann man den Unterschied ganz stark spüren. Seit dieser Woche läuft sie auch mal ab und zu an der Hand durchs Wohnzimmer – mehr als das liebt sie aber ihren Laufwagen. Da geht nichts drüber 😉 Außerdem flitzt sie nun richtig an den ganzen Möbeln hin und her, schiebt die Stühle durchs Wohnzimmer und erobert mehr und mehr das ganze Haus, weil sie auch so gerne die Treppen raufkrabbelt. Nach einem Spielenachmittag zu Hause sieht es so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen – aber so soll es ja auch sein.

Auf der anderen Seite sind da wir. Meine Frau hatte die halbe Woche schlimme Zahnschmerzen und war daher angeschlagen (neben dem Schlafentzug haut so etwas dann rein). Glücklicherweise konnte das ganze dann mit viel Zeit am Zahnarzt am Donnerstag wieder behoben werden. Geschwächt ist man irgendwie trotzdem. Und ich, wirklich dauermüde und kaputt sitze ich auf der Arbeit und überlege, wann es wohl mal besser wird? Diese Woche wurde es leider schlimmer, gipfelte in einer Nacht, in der nach maximal 30  bis 60 Minuten schreiend aufgewacht wurde. Vermutlich hat sie Schmerzen – oder ist es ein Schub? Wir wissen es nicht und können nur hoffen, dass es bald wieder besser wird. Am Freitag habe ich Geburtstag, meine Frau hat mich mit einem Kurzurlaub überrascht. Ich freue mich schon riesig drauf! Einfach raus, das hilft im Moment am meisten.

So richtig wissen wir langsam auch nicht mehr, was wir mit der Kleinen drinnen anstellen sollen. Das Wetter ist seit Wochen eher bescheiden, wenn mal die Sonne scheint, versuchen wir, rauszukommen. Aber sie hasst ihren Kinderwagen, in der Trage kann man sie auch nur nehmen, wenn sie schon ein wenig müde ist. Wir warten eigentlich nur noch darauf, dass sie (hoffentlich in näherer Zukunft) laufen kann, davon erhoffen wir uns Erleichterung, vor allem was die Freizeitgestaltung angeht. Im Augenblick sind wir oft zu Hause oder bei Freunden zu Hause und die Kinder spielen dort.

Das schöne ist aber, dass wir jetzt richtig mit der Kleinen spielen können. Sie liebt es, „Kuckuck“ an allen Ecken und mit allen Tüchern, Gardinen und Decken zu spielen. Sie lacht sooooo viel, das ist immer noch unglaublich. Außerdem glaube ich, dass sie bald anfängt zu sprechen. Ihre „Worte“ haben sich verändert und sie „redet“ nun nachts auch ganz häufig und versucht, etwas zu sagen. Außerdem zeigt sie auf alles und jeden und wir müssen sagen, um was es sich handelt. Unser Abendritual haben wir nun auch ein wenig geändert, im Bett lesen wir vor dem Stillen immer noch ein Buch, das klappt jetzt auch, ohne dass das Buch gegessen wird. Und sie juchzt und strahlt dann, wenn wir Geräusche machen oder etwas beschreiben – da geht uns wirklich das Herz auf ♥ Ihren Lernturm liebt sie weiterhin und beobachtet uns gerne, wenn wir kochen oder in der Küche was räumen. Auch beim Essen probiert sie nun mehr, die Mengen sind winzig, aber mit Haferbrei (immer noch der Favorit), ein paar Fruchtquetschies und ihrer Bananenmilch kommen wir mit einmal stillen (manchmal auch gar nicht mehr stillen) über den Tag. In der Nacht wird ja auch gut was nachgeholt, so dass sie jetzt so knapp 8 kg auf die Waage bringen müsste. Die Kleidung in Größe 68 ist nun endgültig komplett zu klein, unser Kleiderschrank ist jetzt sehr übersichtlich, aber irgendwie finde ich es schön, wenn sie die Sachen so richtig „aufträgt“. Größe 68 hat sie jetzt von etwa Mitte/Ende September bis Mitte Februar getragen, die Sachen haben sich richtig gelohnt. Ich denke mal, 74 wird uns das nächste halbe Jahr begleiten.

Ja, es ist anstrengend. Ja, ich bin müde. Ja, manchmal wünsche ich mir einfach nur zwei oder sogar drei Stunden Schlaf am Stück. Ja, manchmal muss man sich aufraffen, und nochmal die Holzklötze stapeln. Aber auch: Ja, ich habe noch nie in meinem Leben so viel gestrahlt wie jetzt. Ja, ich habe noch nie so viel geknuddelt und gelacht. Ja, ich habe noch nie einen so freundlichen kleinen Menschen immer um mich gehabt. Ja, wir waren beide noch nie so müde und kaputt – aber wir waren beide auch noch nie so sehr verliebt in ein kleines Wesen, das uns so stolz macht!

Ich glaube, es wird einfach Zeit, dass der Frühling und der Sommer kommt. Den werden wir dieses Jahr so richtig genießen 🙂

45 Wochen alt!

Und schon wieder ist eine Woche rum. Seit ich wieder arbeiten gehe, fliegen die Wochen wirklich vorbei – nach dem Feierabend ist das Zeitfenster ja auch begrenzt und wenn wir dann mal einkaufen, uns verabreden oder noch was erledigen, ist es ganz schnell Zeit, ins Bett zu gehen. Und da die Nächte nach wie vor nicht sooo toll sind, gehen wir auch immer noch brav früh mit ins Bett 😉

Diese Woche hatte sie vermutlich Zahnschmerzen. Eine Nacht wollte sie nur auf uns schlafen und hat auch ganz schlimm geschrien beim Aufwachen. Das macht sie wirklich nur, wenn sie Schmerzen hat – aber irgendwie haben wir die Nacht auch rumgekriegt und nun ist es schon wieder besser.

Außerdem waren wir das erste Mal beim Kinderturnen und haben da mal reingeschnuppert. Ist ein ganz offener Kurs, es wird nur anfangs einmal etwas zusammen gesungen, ansonsten können die Kinder (im Alter von ein bis zwei Jahren) da durch die Turnhalle toben. Es sind ganz viele Sachen aufgebaut, natürlich hauptsächlich für Kinder, die laufen können. Aber unsere Kleine hatte sehr viel Spaß auf der Mattenrutsche und in einer Turnkiste mit Rollen dran. Wir werden also weiter hingehen, denke ich 🙂

Wir haben ansonsten wieder viel im Haus erledigt (unser neues Sofa ist gekommen! Hurra!) und waren viel unterwegs. Am Wochenende sind wir dann zu meinen Eltern gefahren, mein Bruder war auch da. Die drei sind total verliebt in die Kleine und sie hat es natürlich genossen, im Mittelpunkt zu stehen. Es war ein echt entspannter Besuch und alle haben das Wochenende genossen.

Kennt ihr das? Eure Kinder können plötzlich etwas und ihr fragt euch, wie lange die das wohl schon können – ohne dass ihr davon wusstet? So ging es uns letzte Woche mit dem Lauflernwagen. Sie hat ihn sich geschnappt und ist losgelaufen (übrigens ihre Lieblingsbeschäftigung seit diesem Tag). Und diese Woche war es das gleiche mit dem Hochkrabbeln von Treppen. Meine Eltern wohnen in einer Wohnung über insgesamt fünf Ebenen – da gibt es natürlich eine MENGE Treppen. Also haben wir sie einfach mal davorgesetzt und sie ist so hochgekrabbelt – als hätte sie nie was anderes gemacht! Wir waren alle ganz schön erstaunt. Total super. Sie wollte dann allerdings immer kopfüber runter, das konnten wir ihr auch nicht so wirklich zeigen, wie es richtig geht 😉 Aber egal, für Beschäftigung war gesorgt. Zu Hause ist sie dann auch gleich die Treppe hochgekrabbelt.

In dieser Woche hat sie sonst auch noch viel gelernt, sie klatscht jetzt in die Hände und spielt selbst „Kuckuck“ (also mit einer Decke oder an einer Ecke oder ähnliches) – das ist SO süß! Außerdem sagt sie jetzt immer „Oh!“ und macht dabei einen ganz spitzen Mund. Sie ist wirklich zum Anbeißen!
Außerdem hat sie meine Frau beim PEKiP überrascht, weil sie – kaum angekommen – einfach mit zwei anderen Kindern „abgezogen“ ist und mit denen ganz alleine in einer Ecke gespielt hat. Auch mit meiner Mutter und meinem Bruder hat sie recht lange gespielt und uns nicht vermisst. Das macht Hoffnung für die Kita und beruhigt uns sehr! Wir fühlten uns ja schon wie die schlimmsten „Klammeraffen“, weil wir sie bisher nicht bei jemandem lassen mögen und sie daher seit ihrer Geburt immer bei einer von uns war.

Gegessen hat sie diese Woche auch wieder mehr, vor allem Knäckebrot (dieses „leichte“ Weizenknäcke) liebt sie und futtert das andauernd. Ansonsten sind immer noch Fruchtquetschies und Haferbrei ihre Favoriten (neben Muttermilch natürlich), aber wir glauben daran, dass sie irgendwann auch noch Gemüse isst 😉 Diese Woche wurde sie tagsüber zwei Tage gar nicht gestillt, das wollen wir jetzt ausbauen. Nachts isst sie ja auch noch genug für eine ganze Kompanie ;-)))

Es war eine wirklich entspannte Woche, obwohl viele Termine anstanden. Meine Frau ist sogar einen Nachmittag zum Frisör gegangen und ich habe gearbeitet während die Kleine Mittagsschlaf gemacht hat und später hat sie noch ganz lange alleine gespielt. Das macht sie sowieso sehr oft und ganz konzentriert. Total schön. Auch das Aufbauen der Möbel lief ziemlich problemlos – sie ist zwischen den ganzen Kartons und Verpackungsmaterialien rumgekrabbelt und hat sich gefreut. Das neue Sofa gefällt ihr auch – es hat die richtige Höhe, um daran entlang zu laufen!

Ja, ich glaube, wir haben entweder für uns einfach den richtigen Ablauf gefunden oder es ist so viel einfacher geworden: Eine einfach schöne Zeit! Noch schöner wird es bald, wenn der Frühling kommt und wir mehr rausgehen können. Vielleicht kann unser kleiner Wirbelwind bis dahin auch schon laufen ♥

44 Wochen alt!

Diese Woche hat die Kleine ihre Liebe zum Lauflernwagen entdeckt. Wir hatten mal einen ganz hübschen aus Holz bei TKmaxx mitgenommen (ist schon ein paar Monate her) und jetzt hat sie ihn sich plötzlich geschnappt und ist die ganze Woche immer und immer wieder durchs Wohnzimmer gelaufen. So niedlich! Wir sind damit beschäftigt, den Wagen an der nächsten Wand, dem nächsten Fenster oder Möbelstück wieder umzudrehen, damit es weitergehen kann 🙂

Nachdem meine Frau am Vormittag zu Hause kaum dazu gekommen ist, unfallfrei in der Küche etwas zu erledigen, haben wir es endlich geschafft, einen Lernturm zu bauen. Der ist ein voller Erfolg – in der Küche liebt sie ihn und sie steht jetzt auch gerne beim Abendessen… Gebaut haben wir ihn mit zwei IKEA-Hockern, BEKVÄM und ODDVAR. War supereinfach und ging sehr schnell. Damit er etwas besser reinpasst, haben wir ihn noch lackiert und mögen ihn jetzt sehr gerne. Ich bin mal gespannt, wann die Kleine wirklich das erste Mal etwas „mitkocht“ oder „mitbackt“.

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Wir hatten wieder einige Verabredungen zum Spielen oder zum Kuchen essen, das war schön – so geht die Woche immer sehr schnell rum und es macht Spaß, die Kleine zu beobachten, wenn sie mit anderen Kindern spielt.

Vor allem haben wir aber diese Woche eine Menge geschafft. Unseren Flur haben wir umgestaltet und neue Möbel aufgebaut, die Wand gestrichen (in einem tollen Knallblau-Farbton: „Weiter Horizont“), eine Wand in meinem Arbeitszimmer hat den Rest der Farbe abbekommen und sieht nun auch super aus. Wir haben einiges umgestellt, aussortiert und da weitergemacht, wo wir seit Wochen immer wieder angefangen haben. Und langsam trägt alles irgendwie Früchte, wir fühlen uns wieder wohler, es wird wieder viel ordentlicher und schöner im Haus. Wir müssen nun auch zusehen, denn bald ruft der Garten und dann werden wir für drinnen nicht mehr so viel Zeit haben 😉

Die Kleine war diese Woche einfach nur süß. Sie ist jetzt manchmal sogar kuschelig und kommt an und will auf den Arm oder den Schoß. Außerdem „redet“ sie ganz viel, sagt Mama, Babu, Haaai, Jaaaaaa und schüttelt den Kopf – allerdings nicht an den passenden Stellen, aber es ist sehr lustig. Außerdem zeigt sie fröhlich auf alles und jeden, pustet am liebsten in ihre Holzflöte und ist einfach ein kleiner Clown, der jeden Spaß mitmacht. Je mehr Action, desto besser! Dementsprechend waren die Fotos zum ihrem 10-Monatsgeburtstag am Freitag (wir haben solche Meilenstein-Karten und machen da immer Fotos) gar nicht so einfach zu schießen.
Das Essen lief diese Woche wieder etwas besser, sie probiert jetzt viel mehr. Sie hat etwas Möhre gegessen, Paprika, Knäckebrot, Baby-Grissini, usw. – die feste Nahrung hält also ein wenig mehr Einzug. Sie isst von alledem natürlich bisher nur homöopathische Mengen, aber so lange sie es überhaupt versucht und sich nicht ständig erbricht, ist das ja wirklich ein großer Schritt für uns!

Sagt mal – könnt/konntet ihr eigentlich mit euren Kindern im Kinderwagen spazieren gehen? Oder in Ruhe essen, wenn sie im Hochstuhl sitzen? Hier kannst Du beinahe machen, was Du willst – so bald nicht auf dem Boden gespielt wird, ist alles doof. Draußen geht manchmal gerade noch so die Trage, alles andere nur in der völlig überfüllten Innenstadt (da ist offenbar genug zu gucken ;-)). Im Hochstuhl wird nur geklettert und wenn wir sie anschnallen, ist richtig Alarm – das ist ja Freiheitsberaubung 😀 Von daher essen wir jetzt nicht mehr zu dritt am Tisch (manchmal beim Frühstück klappt es noch), sondern sie spielt oder einer von uns spielt mit und wir essen in Etappen – fast wie ganz am Anfang…

Ich weiß nicht, ob es schlau ist, das nun schwarz auf weiß zu schreiben, aber die Nächte waren jetzt eine Woche etwas besser. Teilweise war sie nur dreimal in der Nacht wach – hat dann aber sehr lange gestillt. Was wohl meine Vermutung bestätigt, dass sie wirklich Hunger und Durst hat nachts. Jetzt gerade bekommt sie leider (schon wieder!!) eine kleine Erkältung und war deshalb unruhiger: Aber trotzdem kein Vergleich mit den Nächten bei ihrer ersten Erkältung! Ich habe gelesen, in den ersten beiden Lebensjahren sind zehn (!!!) Erkältungen pro Jahr normal?! Wir sind jetzt bei dreien und ich habe schon keine Lust mehr – das wird ja spaßig…

Glücklich bin ich einfach nur darüber, dass meine Frau und ich uns gegenseitig immer so sehr unterstützen und gemeinsam so viel Spaß haben. Wenn wir beide lachen, lacht die kleine Maus auch immer so richtig aus tiefstem Herzen mit – das sind einfach wunderschöne Momente ♥

In diesem Sinne: Euch eine schöne Woche und bleibt gesund 🙂

43 Wochen alt!

Diese Woche war sehr aufregend. Nachdem ich mich zwei Tage noch etwas krank zur Arbeit gequält hatte, startete unser Kurzurlaub. Wir waren erst in Rotterdam und anschließend noch in Egmond aan zee (einer unser Lieblingsorte in Holland). Es war wunderschön – zwar die ganze Zeit superkalt, aber sonnig und es gab sooo viel zu entdecken. Die Kleine hat alles perfekt mitgemacht, ist viel Straßenbahn gefahren, durch die Stadt gebummelt, in der Trage am Strand gelaufen, hat im Sand gesessen, ist durch Läden geschlendert, hat den Zoo und die Skyline bestaunt, sich gemeinsam mit uns mit Freunden getroffen, die mit der AIDA einen Stopp in Rotterdam gemacht haben, war im Hotel frühstücken und in Restaurants essen. Es war ein wunderschöner Kurzurlaub, entspannend und mit viel Familienzeit! Wer ein kleines Baby zu Hause hat und es immer noch nicht glauben will und kann – doch, wirklich: Es wird irgendwann VIEL leichter, versprochen!

Überhaupt macht die Kleine jetzt Sprünge, das ist unglaublich. Plötzlich isst sie morgens beim Frühstück zumindest ein wenig vom Inneren eines Brötchens (ein paar Tage davor noch undenkbar), sie läuft total schnell an Hotelbetten entlang und als wir ihr den Lauflernwagen geben, läuft sie damit sofort los und macht das Wohnzimmer unsicher, außerdem versteht sie von Tag zu Tag mehr und ist viel selbstständiger. Es ist einfach so cool, wenn wir zum Beispiel durch Ikea laufen und sie wie eine kleine Königin im Wagen thront und alles ganz genau beobachtet. Größere Kinder findet sie absolut faszinierend. Das schönste ist, die Selbstverständlichkeit zu sehen, mit der sie plötzlich groß wird. Ich glaube, es fällt uns beiden nicht so leicht „unser Baby“ ein wenig loszulassen – aber auf der anderen Seite ist es auch toll zu sehen, wie stolz sie ist.

Was noch richtig toll war: Wir haben endlich die neue Geburtsurkunde bekommen. Sieht so schön aus, dass wir beide nun als „Eltern“ eingetragen sind ♥ Wir sind ganz stolz!

Im Augenblick setzen wir uns ganz konkret mit der Kita-Frage auseinander, weil wir mehrere Zusagen bekommen haben (so ein Glück!). Leider (?) zu früheren Terminen, als wir es uns gewünscht hätten – da aber unsere Wunschkita auch dabei ist, werden wir das vermutlich trotzdem so machen, meine Frau wird das abschließend klären. Ich berichte dann nochmal genaueres, wenn wir alles unter Dach und Fach haben 🙂 Langsam bekommen wir eine Ahnung davon, was es bedeutet, wenn man sagt, den Eltern fällt es immer am schwersten, wenn die Kinder einen Schritt nach vorne machen. Es ist irgendwie zweischneidig und manchmal zerreißt es uns fast das Herz. Ob das nun irgendwelche Kleinigkeiten sind oder so große Entscheidungen.

Vielleicht ist es nicht ganz passend, da der Tod natürlich immer nochmal etwas vollständig anderes ist als „kleine Abschiede“. Aber irgendwie kam es mir heute in den Sinn. Meine Mutter hat vor ziemlich genau 14 Jahren für die Traueranzeige meiner Oma den folgenden Text ausgesucht:

Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen,
jemanden gehen zu lassen,
wissen, wann es Abschied nehmen heißt,
nicht zulassen,
dass unsere Gefühle dem im Wege stehen,
was am Ende wahrscheinlich besser ist
für die, die wir lieben.

Ich glaube, dass ich ihn heute noch mehr verstehen kann und auch noch mehr verstehe, warum meine Mutter ihn damals ausgewählt hat.

Macht euch eine schöne Woche und genießt euer Leben ♥

42 Wochen alt!

Ich habe diese Woche also das Krankenlager aufrecht erhalten. Und mich hatte es richtig erwischt. Irgendwie passend, ich konnte nachts sowieso kaum schlafen und die Kleine war auch meistens alle zwei Stunden oder auch mal jede Stunde wach. Mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass es sich in kurzer Zeit ändern wird. Seit sie da ist, habe ich wenig geschlafen und seit August wirklich nur noch beschissen. Es zehrt absolut an den Nerven, aber es ist ja nun leider nicht zu ändern. Wenn man dazu allerdings noch krank ist – das braucht kein Mensch! Meine Frau ist immerhin „standhaft“ geblieben und damit gesund, was mich sehr gefreut hat. Ich bin seit heute wieder im Büro, aber ehrlich gesagt auch nur, weil sich hier alles stapelt und wir am Mittwoch in einen Kurzurlaub starten. Von daher gehe ich eben zwei Tage hin und beseitige (hoffentlich) das schlimmste.

 

Wir haben diese Woche viele Pläne gemacht, wie wir unser Haus ein wenig verändern wollen. Also einrichtungstechnisch. Wir sind, was das anbelangt, sehr „wankelmütig“ und können uns nicht lange auf etwas festlegen. Und da nun eine neue Couch kommt, musste auch der Esstisch wieder umgestellt werden und es gibt noch ein paar neue Teppiche, Lampen und neue Möbel für den Flur. Jetzt, wo man so viel Zeit drinnen und allgemein zu Hause verbringt, muss es einfach noch schöner werden. Der Garten ist dann auch bald dran, wenn es wieder wärmer wird. Auch in einem Neubau gibt es viel zu tun 😉 Mit Baby geht das alles allerdings etwas langsamer voran, als wir es sonst gewohnt waren (meistens eine Idee am Freitagmorgen, mittags zu Ikea und bis nachts alles gestrichen, aufgebaut und umgestellt). Das schult aber vielleicht unsere Geduld, die wir beide bisher nicht wirklich haben.

 

Die Kleine hat diese Woche mehrfach „Mama“ gesagt, wenn sie zu einer von uns gekommen ist. Sehr, sehr süß – auch wenn wir uns nicht immer ganz sicher sind, ob es nicht doch einfach noch das typische „Mamamama“ ist – nur etwas kürzer. Aber es wird eindeutiger. Außerdem „redet“ sie ganz, ganz viel. Es ist zwar nicht wirklich was verständliches dabei, aber es hört sich sehr niedlich an!
Zusätzlich hat sie nun das Winken so richtig für sich entdeckt. Sie konnte es ja schon länger, aber nun legt sie richtig los und winkt allen zu, die sie sieht. Auch Dingen. Oder sie streckt den Zeigefinger aus, das ist auch sehr süß. Sie sieht dann aus wie E.T. „nach Hause telefonieren“ 😉

Außerdem ist sie wirklich sehr, sehr anhänglich, befindet sich am liebsten auf dem Arm und fängt aus Trotz an zu weinen, wenn man sie mal nicht die ganze Zeit mit sich herumschleppen kann. Zum Glück beruhigt sie sich immer ganz schnell wieder und ist einfach weiterhin unser Sonnenschein! ♥ Und sie ist SO neugierig – wenn eine von uns in der Küche etwas backt oder kocht, MUSS sie dabei sein und zugucken. Wir werden ihr wohl bald einen Lernturm basteln. Und den Staubsauger liebt sie weiterhin sooo sehr, da ist richtig Aufregung angesagt, wenn er an ist.

Meine Frau war diese Woche mit ihr in einem großen Aquarium hier bei uns und sie hat sich über die Fische totgelacht – so niedlich! Außerdem war sie voller Freude, weil sie am Donnerstag wieder zum PEKiP konnte und mit allen spielen. Mittlerweile sieht man ihr wohl an, dass sie mal eher zart wird…sie wiegt ja immer noch so zwischen 7,6 und 7,8 kg, denke ich. Aber sie ist definitiv gewachsen, die Kleidung in 74 passt ihr jetzt von der Länge perfekt. Ich habe allerdings beim Aufräumen mein altes U-Heft gefunden und festgestellt, dass ich eine Woche vor meinem 4. Geburtstag 98,6 cm groß war und 13,9 kg gewogen habe. Von daher wird sie wohl auch kein Riese ;-)))

 

Tagsüber trägt meine Frau die Kleine jetzt immer in den Schlaf (Sie macht noch einen frühen Vormittags- und einen Mittagsschlaf). Das klappt meistens sehr gut und dauert auch nicht lange. Das ist auf jeden Fall einfacher – wenn ich sie tagsüber gestillt habe und sie dabei eingeschlafen ist, ließ sie sich meistens sehr schlecht weglegen. In der Trage schläft sie auch immer noch super ein, das nutzen wir dann auch manchmal für einen Spaziergang. Gestillt wird sie tagsüber nur sehr wenig, wenn überhaupt, damit wir wissen, dass sie was „vernünftiges“ isst. Das Essen ist ja noch nicht so ihres. Seit ein paar Tagen gibt es morgens allerdings einen Bananenmilch (frische Banane mit Hafer- und Vollmilch püriert), die findet sie toll.

 

Außerdem haben wir uns über Kindersitze informiert. Unser MaxiCosi wird wohl noch so zwei bis vier Monate halten und dann müssen wir ihn tauschen. Entweder gegen einen Reboarder oder anderen Kindersitz oder gegen einen Kindersitz mit Fangkörper (das wäre dann auch der einzige, den man nutzen könnte, bis sie irgendwann ohne sitzen kann). Ich denke aber, wir entscheiden uns für einen Reboarder und da sie wirklich klein ist, wird sie da vermutlich auch so zwei bis drei Jahre drin sitzen können. Teuer wird nur, dass wir nun zwei brauchen, weil ja eine von uns sie zur Kita bringen und die andere abholen wird. Außerdem habe ich bei so einem schweren Sitz auch keine Ambitionen, den jedes Mal zwischen den Autos hin- und herzuschleppen…

 

Gestern hatten wir dann noch Besuch von unseren Freundinnen, die in Dänemark waren. Leider hat es nicht geklappt, wir waren richtig mit traurig. Und es wird uns immer wieder bewusst, wie viel Glück wir wirklich hatten, dass wir nur einmal hingefahren sind und es gleich geklappt hat! Und nun haben wir unseren kleinen Spaßvogel zu Hause ♥

 

41 Wochen alt!

Diese Woche haben wir viel im Krankenlager verbracht – und nun bin ich dran, deshalb kommt der Beitrag auch so spät. Am Dienstagmorgen hustete die Kleine einmal nach dem Aufstehen – wir beide mussten uns nur angucken und wussten schon: Sie wird krank. Das war ein richtig kleines Husten, sowas hatte sie noch nie. An dem Tag war sie aber noch fit und alles prima. Wir haben auch viel unternommen. Am nächsten Tag wurde sie schon quäkiger, nachmittags bekam sie erhöhte Temperatur, zum Spätnachmittag dann 39,5. Wir haben ihr dann ein Zäpfchen gegeben und zum Schlafen hatte sie etwas über 38. Sie schlief ein und gegen 22:30 Uhr wachte sie auf und fiepste und hustete nur noch. Total verschwitzt war sie auch und das Thermometer zeigte 40 Grad 🙈 Wir versuchten halbwegs ruhig zu bleiben (so als Ersteltern und für uns sowieso nicht ganz einfach…). Also noch ein Zäpfchen gegeben, mit dem ärztlichen Notdienst telefoniert und dann von einer Freundin aus Süddeutschland (falls Du das liest: Danke, Tanja!!) beruhigt worden und den Tipp, Wadenwickel zu machen. Hat auch was gebracht, die Temperatur war dann bei 39,5. Puh!

Geschlafen haben wir dann alle sehr schlecht bzw. gar nicht…ich hatte am nächsten Tag eine wichtige Besprechung auf der Arbeit. Echt ein Highlight. Nicht. Aber immerhin wurde das Fieber besser und die Kinderärztin konnte mittags auch nur einen lockeren Husten und eine Schniefnase feststellen. Das Fieber trat dann zum Glück nur bis Freitag auf und das Wochenende verbrachten wir ruhig, da es mich ab Samstag erwischte. Meine Frau blieb bisher verschont, ich hoffe, dass es so bleibt.

Ansonsten glauben wir, dass die Kleine nun wirklich viel mehr versteht. Außerdem ist die teilweise echt clever. Wenn sie mit einer von uns alleine ist, kann sie schön alleine im Wohnzimmer (auf ihrer Riesespielwiese – die neue Couch hat Lieferschwierigkeiten) spielen. Wenn wir zu zweit sind, muss sich immer eine kümmern. Zusätzlich wird sie oft sehr anhänglich und will viel auf dem Arm sein. Unser bisher absolut unkuscheliges Mädchen wird nun doch manchmal kuschelig 😍

Was das Essen angeht, hat uns diese Woche sehr zurück geworfen – eigentlich ist sie wieder beinahe voll gestillt. Sie mochte mit Schnupfennase absolut nichts anderes essen und hat teilweise, wenn ich vormittags im Büro war, nur etwas Fruchtquetschie gegen den ärgsten Hunger gegessen und sonst nichts. Sie trinkt aber immer noch gabz toll aus ihren Trinklernbechern und nimmt diesen auch immer selbst in die Hand – so süß!!
Für unseren Haushalt haben wir uns diese Woche einen Wischroboter gegönnt. So ein cooles Teil! Und es erleichtert wirklich einiges, wir sind super begeistert.
Mit unser allerliebsten Wunschkita habe ich auch nochmal telefoniert. Die Leiterin erinnerte sich gleich an uns (sie hat aufgrund unserer Anmeldung damals das Formular von Mutter/Vater auf Elternteile geändert 😉) und erzählte auch, dass wir ganz oben auf der Warteliste stehen. Leider hätte sie so viele kleine Kinder zu August. Ich habe auch nochmal bekräftigt, dass wir uns so sehr einen Platz dort wünschen und zur Not auch einen erst zum Herbst nehmen würden. Da war sie ganz begeistert, weil sie wohl, wenn ein Kind zwei Jahre alt wird, wieder ein Kind unter zwei dazunehmen kann, wenn die Gruppen nicht voll sind. Also machen wir uns jetzt wohl – berechtigte – Hoffnungen auf einen Platz im Herbst. Dann ist die Kleine zwar “schon“ 1,5 Jahre alt und wir umso länger nur mit einem Gehalt unterwegs, aber das bekommen wir auch hin. Wichtiger ist mir, dass wir vollkommen hinter der Einrichtung stehen, in die unser kleines Mädchen dann geht.
Diese Woche nutze ich jetzt, um gesund zu werden und die “Resterscheinungen“ vom Baby werden auch noch kuriert. Bleibt alle gesund 😊

40 Wochen alt!

Und wieder ist eine Woche rum. 40 Wochen ist unsere kleine Maus nun schon bei uns, unglaublich. Die Zeit kommt mir aber nicht wirklich schnell vergangen vor. Wenn ich überlege, was schon alles seitdem passiert ist und was wir erlebt haben! Nein, ich kann nicht bestätigen, dass die Zeit mit Kind rast.

Letzte Woche war dann wieder eine „ganz normale“ Woche. Ich habe gearbeitet und die beiden Mädels haben schöne Vormittage verbracht. Am Nachmittag bin ich dann ja im Home-Office und bekomme auch was mit, das ist toll 🙂 Wir haben einige Besuche gemacht (der Mann von einer Freundin kann Gitarre spielen und hatte Urlaub – unsere Kleine liebt ihn dafür ♥) und meine Frau hat sich entschieden, das Babyschwimmen zu kündigen. Der Kleinen macht es einfach nicht mehr so viel Spaß (sie mag lieber selbst turnen, anstatt eine Stunde auf dem Arm zu sein) und es ist wirklich ein Akt, sie in einer relativ kalten Umkleide schnell anzuziehen. Dafür ist sie einfach zu beweglich. Also wollen wir jetzt in ein paar Monaten lieber mit dem Kinderturnen anfangen und dafür einfach mal zu dritt schön ins Schwimmbad gehen.

Am Freitag war dann unsere Hebamme noch einmal da, weil wir mit ihr nochmal wegen des Essens sprechen wollten. Sie hat uns irgendwie total Mut gemacht, weil sie meinte, dass die Kleine sogar ohne zusätzliche Nahrung genug Essen bekommt (mit einmal mittags stillen und abends/nachts dann alle zwei Stunden) und wir ihr einfach alles, was sie möchte, zum Probieren geben sollen. Haben wir dann auch angefangen und am tollsten findet sie nun plötzlich eine Scheibe Brot. Hat sie bisher auch nicht ausgespuckt wie vor ein paar Wochen noch. Apfel, Gurke, Banane, Broccoli und Blumenkohl treffen noch nicht so ihren Geschmack, aber das versuchen wir einfach immer mal zwischendurch. Außerdem isst sie seitdem plötzlich auch selbst gekochten Brei, was meine Frau besonders gut findet. Unsere Hebamme meinte zwar, so richtig kann sie uns da nicht helfen – aber sie hat uns trotzdem geholfen, weil sie uns einfach Mut gemacht hat, es locker zu sehen und immer wieder was anzubieten. Das hat also doch total geholfen 🙂

Am Samstag waren dann meine Eltern zu Besuch – bei Blitzeis! Wir sind durch die Stadt geschlittert und haben dann zu Hause gespielt. Der Kleinen hat es viel Spaß gemacht, sie fremdelt nun nicht mehr so sehr und lässt sich auch gerne von anderen mal bespaßen.

Nachdem wir spontan unsere Couch verkauft haben, hatte das Wohnzimmer viel Spielfläche zu bieten. Wir haben unser kleines Sofa aus dem Flur hineingestellt und dann gemerkt, dass die Kleine sich nun ducken kann und unter etwas klettern. Das ging vorher noch nicht. Feinmotorisch ist sie auch viel besser geworden und hebt nun ganz locker alle Fussel auf, die sie findet. Das hat vor ein paar Wochen noch mehr Konzentration erfordert. Nun müssen wir also noch besser putzen, damit sie nichts vom Boden isst 😉
Insgesamt erscheint sie uns jetzt „erwachsener“ – so ganz genau beschreiben kann ich das gar nicht. Sie nimmt noch viel mehr und aktiver an unserem Familienleben teil, sie beobachtet alles noch genauer und aufmerksamer und irgendwie macht sie nun auch viel mehr nach. Ich bin gespannt, ich glaube, es dauert nicht mehr lange, bis sie ihr erstes Wort sagt – irgendwie habe ich das Gefühl. Mal schauen, ob es stimmt.

Zwei Freundinnen von uns waren letztes Wochenende in Dänemark – das war für uns gleich mit aufregend. Irgendwie konnte man sich an alles noch so gut erinnern und die beiden hatten auch noch (fast) das gleiche Timing wie wir damals. Nun drücken wir ihnen die Daumen, dass es geklappt hat und wir überlegen schon, ob und wann wir irgendwann auch noch einmal hinfahren und unser Glück mit einem Geschwisterchen versuchen…

Habt eine schöne Woche 🙂

 

39 Wochen alt!

Erst einmal euch allen ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht 🙂

Für uns startete das Jahr ziemlich unspektakulär im Bett, wir waren aber alle wach (das Baby hatte um 23:52 Uhr noch etwas Hunger – ein Gefühl für Timing hat sie!). Draußen war echt die Hölle los, in einem Neubaugebiet gibt es dann doch mehr Leute, die wohl Zeit/Geld/Lust haben, zu böllern. Aber gegen 0:30 Uhr war alles wieder recht ruhig, so dass wir weiterschlafen konnten. Jetzt haben wir seit ein paar Nächten wieder einen 2-Stunden-Rhythmus, was echt gut tut. Drückt uns mal die Daumen, dass es so bleibt oder noch besser wird 🙂

In der oberen Reihe sind nun alle vier Zähne da und wachsen fleißig. Insgesamt hat sie also sechs Zähne, die sie aber – außer für Apfel-Hirse-Kringel – nicht wirklich benutzen mag. Der Brei muss immer noch ganz fein püriert sein und Gemüse geht nur aus dem Quetschie mit Frucht gemischt. Alles andere wird gnadenlos ausgeko*** und da sie nicht unbedingt eines der „kräftigeren“ Babys ist, versuchen wir jetzt auch nicht mehr so viel, damit sie das, was sie isst, dann auch drin behält.

Ihr Stand wird immer sicherer. Sie hält sich nur noch ganz locker mit einer Hand fest und kann sich nun auch an allem hochziehen, was vor zwei Wochen dabei noch umgefallen wäre, braucht also nicht mehr so viel Unterstützung. Wenn wir ihr die zweite Hand noch hinhalten oder sie damit festhalten wollen, drückt sie sie immer weg 😉 Außerdem hat sie es schon ein paar Mal geschafft, zwei bis drei Sekunden alleine zu stehen. Da war sie dann ganz stolz!

Sie liebt jetzt außerdem Bücher. Besonders aus Pappe, mit ganz dicken Seiten (die kann man nämlich nebenbei noch gut ankauen). Die blättert sie dann ganz alleine durch und guckt sich die einzelnen Seiten an. Das ist so zuckersüß, da könnte man echt schmelzen vor Liebe, wenn sie irgendwo alleine sitzt, in ihrem Buch blättert und wahlweise noch „Haaaaiiii“ und „Heeey“ dazu ruft.

Diese Woche habe ich mich auch wieder geärgert. Weil dieses unsägliche „Jedes Kind kann schlafen lernen“ (von dem ich absolut nichts halte) nun im Freundeskreis auch wieder diskutiert wird. Und natürlich gibt es ein Paar, das sich daran hält…das Kind hat allerdings vorher auch schon durchgeschlafen bzw. war nur einmal wach. Nun ist es mit dem „Programm“ genauso und es wird berichtet, dass das so toll funktioniert. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, aber ich für mich persönlich würde mein Kind nun mal nicht schreiend in einem Zimmer alleine liegen lassen, die Vorstellung finde ich einfach schrecklich. Auch wenn die Nächte für mich anstrengend sind – ich freue mich dann riesig über kleine Fortschritte (zum Beispiel statt stündlich jetzt eben alle zwei Stunden wach), die sie aber selbst geschafft hat und nicht, weil wir sie dazu gezwungen haben.

Umso schöner war dann das Wochenende, das wir nur zu dritt verbracht haben. Am Samstag haben wir noch einen Einkaufsbummel gemacht, danach lecker Raclette gegessen und uns dann einfach einen gemütlichen Nachmittag gemacht und später noch einen Film geguckt. Sonntag war es ganz grau und trübe und wir haben viel gemeinsam gespielt, noch einmal Raclette gegessen und mittags konnte ich sogar eine gute Stunde gemeinsam mit dem Baby schlafen – das war schön! Nachmittags sind wir dann in einen Küstenort in der Nähe gefahren und waren da noch ein wenig in den Souvenirläden und im Buchladen bummeln. Seit unsere Kleine es mag, in der Trage zu sein (wir benutzen jetzt übrigens eine Ergobaby mit Wintereinsatz), sind unsere Bummeltouren so viel entspannter geworden! Sie beobachtet nun alles ganz fleißig und wir werden ganz oft angesprochen, weil sie so süß lacht. Am Samstag hat sie auch das erste Mal bei dm in der Kinderabteilung gespielt – das war vielleicht cool! Sie ist schon richtig groß!

Vor einem Jahr saß ich noch mit Babybauch da und wir haben uns Silvester ausgemalt, wie alles werden würde. Heute wissen wir, dass es einfach unvorstellbar ist, WIE sehr sich das Leben verändert. Und obwohl wir vermutlich weniger Kontakte und Verabredungen als früher haben, ist das Leben insgesamt sehr viel zufriedener und glücklicher geworden. Wir sind zu dritt auch einfach glücklich und freuen uns, Zeit für unsere kleine Familie zu haben. Es gibt im Moment für uns nichts schöneres, als unserer Tochter beim Erkunden der Welt zuzuschauen. Das mag für die meisten irgendwie kitschig klingen, aber ich glaube, jeder, der gerade in dieser Phase mit einem kleinen Baby steckt, wird es verstehen ♥

Jahresrückblick 2016

Bei Frau Planungeduld gesehen – ich mag auch mitmachen 🙂 Wer macht noch mit?

1.Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr?

Wenn ich es mal vergleiche – trotz aller Probleme und Startschwierigkeiten hat das Jahr die 10 wohl verdient. So viel NEU war noch nie! ♥

2. Zugenommen oder abgenommen?

Abgenommen. Bis zur Geburt nicht mehr viel („dank“ Schwangerschaftsdiabetes und viiiiel gesunder Ernährung) zugenommen und danach sehr viel durchs Stillen abgenommen.

3. Haare länger oder kürzer?

Etwas kürzer. Ganz lange Haare hatte ich aber noch nie – sie sind meistens kinnlang.

4. Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?

Immer noch kurzsichtig, aber deutlich stärker, glaube ich. Bisher habe ich meine Brille nur beim Autofahren getragen, das wird sich 2017 wohl ändern müssen, daher wünsche ich mir eine neue Brille. Eines der ersten Projekte 2017.

5. Mehr Kohle oder weniger?

Ungefähr gleich viel, verdient haben wir dank Elterngeld natürlich weniger – aber für uns selbst kaum was ausgegeben.

6. Besseren Job oder schlechteren?

Den gleichen. Einen für acht Monate pausiert, dann einen neuen (Mama) dazu bekommen. Jetzt wieder beide parallel – macht beides sehr viel Spaß 🙂

7. Mehr ausgegeben oder weniger?

Ziemlich viel, mehr Geld ausgegeben haben wir wohl nur im Jahr unseres Hausbaus. Die ganze Kinderausstattung, den unvermeidbaren Thermomix (meine Frau liebt es, zu kochen und backen!) und ein neues Auto.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?

Eine Menge Erfahrung, vor allem dahingehend, was der Körper alles schaffen kann.

9. Mehr bewegt oder weniger?

Vermutlich in etwa gleich viel, aber weniger (gar nicht) einfach „gefaulenzt“ auf dem Sofa.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?

Zählt Schwangerschaftsdiabetes als Erkrankung? Dann noch die Brustentzündung/Milchstau, eine Erkältung und einen Magen-Darm-Infekt. Geht eigentlich.

11. Welche davon war für dich die Schlimmste?

Irgendwie war bis auf die Erkältung auf seine Art und Weise alles recht schlimm. Schwangerschaftsdiabetes wegen der strikten Ernährung und des ständigen Messens, Brustentzündung/Milchstau wegen der Schmerzen und der körperlichen Schwäche und Magen-Darm einfach, weil Magen-Darm sooo ätzend ist!!

12. Der hirnrissigste Plan?

Och, es gab viele kleine hirnrissige Pläne, was man wohl mit einem Baby machen kann, aber nichts besonderes.

13. Die gefährlichste Unternehmung?

Gefühlt die Fahrt mit einem Ausflugstruck direkt am Abgrund in Nordspanien. Aber nur, weil wir beide etwas Höhen- und Absturzangst haben 😀

14. Die teuerste Anschaffung?

Das Auto.

15. Das leckerste Essen?

Das erste Mal wieder „richtig“ und ohne Angst vor den Werten zu Hause zu essen nach der Geburt.

16. Das beeindruckendste Buch?

Habe ich dieses Jahr überhaupt ein Buch gelesen? Ich glaube nicht – das ist wohl auch das erste Mal…

17. Der ergreifendste Film?

Jedes Jahr wieder – Tatsächlich Liebe.

18. Die beste CD?

Kinderlieder rauf und runter.

19. Das schönste Konzert?

Ein Festival bei uns am Strand, das wir uns nebenbei angehört haben war das einzige, was ich dieses Jahr besucht habe.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?

Dem Baby natürlich ♥

21. Die schönste Zeit verbracht mit?

Mit dem Baby und meiner Frau auf unserer gemeinsamen kleinen Rundreise.

22. 2016 zum ersten Mal getan?

So vieles! Ein Baby bekommen, im Kreißsaal gelegen und Wehen gehabt, in das niedlichste und kleinste Gesicht geschaut, das ich kenne, im Krankenhaus gelegen, gestillt, meine Frau als Mutter kennen gelernt, unser Baby kennen gelernt, Elternzeit gehabt, eine Adoption beantragt, auf Wartelisten für Kita-Plätze eingetragen, in einen Urlaub mit „Open End“ gefahren, gemeinsam zwei Monate frei gehabt, das Leben umgekrempelt, völlig neue Perspektiven kennen gelernt, Weihnachten zu dritt gefeiert, und, und, und – die Liste ist ewig lang!

23. 2016 nach langer Zeit wieder getan?

Kinderlieder gesungen, Windeln gewechselt

24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Den Schwangerschaftsdiabetes und die damit verbundene „Panikmache“ um das (angeblich viel zu geringe) Gewicht des Kindes, den Krankenhausaufenthalt nach der Geburt, die anfänglichen Stillprobleme, die (grotten)schlechten Nächte, die kleinen und größeren Sorgen um das Baby (die man als Mehrfachmutter wohl nicht so sehr gehabt hätte).

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Uns beide, dass wir schon eine ganze Menge richtig machen.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Unser kleines Baby.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Vertrauen und Zuversicht, dass ich das schaffen kann. Danke an meine Frau ♥

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Sie ist da, geschafft!“ und „Dann ist die Kleine jetzt offiziell ihre gemeinsame Tochter.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Wir sind drei, wir schaffen das!“

30. Dein Wort des Jahres?

Sind zwei: Unser Baby.

31. Dein Unwort des Jahres?

Schlafen.

32. Deine Lieblingsblogs des Jahres?

Heiße Füße – weil ihr kleiner Junge nur eine Woche jünger ist als unser Mädchen (und die beiden sich sehr ähnlich!) und wir beide uns gegenseitig „ausgeheult“ haben.

Frau Planungeduld – weil ihr kleines Mädchen sich so schnell entwickelt und nur ein paar Wochen älter ist. Da kann ich immer gut „abgucken“, was so als nächstes passiert 😉

noblets und Mama-Mama-Kind stellvertretend für alle Regenbogenfamilien, die 2017 (es sei denn, Mama-Mama-Kind „schaffen“ noch 2016 ;-)) ein Baby erwarten. Ich bin gespannt auf eure Geschichten 🙂 Natürlich auch auf die von allen, die noch hibbeln. Ich freue mich immer riesig, wenn es noch mehr Familien mit zwei Müttern gibt!

 

38 Wochen alt!

Die Weihnachtswoche liegt hinter uns und die Tage vor Weihnachten waren natürlich ein wenig stressig (sind sie ja irgendwie immer), dafür war Weihnachten umso schöner und ziemlich entspannt. Wir sind zu meinen Eltern gefahren und haben dort in einem Hotel übernachtet. Als kleines Weihnachtsgeschenk durften wir nachts sogar meist zwei Stunden am Stück schlafen und morgens einmal bis 6:45 Uhr! Nicht schlecht 😉 War aber nur eine Momentaufnahme, leider.

Trotzdem war es einfach so schön, die Omas und Opas haben sich alle riesig gefreut und der einzige Onkel natürlich auch – er ist ganz verliebt in seine kleine Nichte und sie scheint ihn auch ziemlich toll zu finden. Wenn sie auf unserem Arm ist, streckt sie immer den Kopf nach ihm aus und macht gerne Blödsinn mit ihm. Die Kleine hat von uns ein Spiel-Tipi bekommen und von meinen Schwiegereltern ein Indoor-Bobbycar (sie liebt es, auch wenn die Beine noch zu kurz sind, um alleine zu fahren – wir schieben sie im Moment immer.). Als Familie haben wir eine Jahreskarte für den Zoo, einen Hotelgutschein und ein Tagebuch für die Kleine bekommen. Außerdem haben wir noch ein wenig Weihnachtsgeld bekommen und das gleich wieder investiert – in einen Wischroboter…der kommt im nächsten Jahr und wir sind ganz gespannt, ob er hält, was er verspricht. Die Zeit für den Haushalt wird ja doch begrenzter und von daher schaffen wir nun Abhilfe.

Wir haben uns also über alle Geschenke riesig gefreut und besonders darüber, dass wir recht entspannt essen konnten an beiden Tagen. Für unsere Kleine war es natürlich alles sehr aufregend, weil so viele Leute da waren und sie hat sehr viel Zeit in der Trage verbracht (mittlerweile findet sie sie so toll!). Und für uns war es dann superpraktisch, dass wir abends einfach ins Hotel gehen konnten. Wir wissen ja selbst am besten, wenn sie müde wird und sie fängt dann auch an zu kreischen, bis wir alleine zu dritt sind. Haben eure das auch, dass sie euch teilweise „nach Hause quengeln“ oder so lange meckern, bis ihr dann wieder alleine seid?

Die Kleine ist auch schon wieder größer geworden – Größe 68 passt jetzt kaum noch, sie trägt überwiegend Größe 74. Außerdem kann sie sich jetzt in Windeseile (wirklich überall) hochziehen und auch wieder hinsetzen. Das ist besonders praktisch, weil wir gerade an den Wänden, den Fenstern und dem Glaseinsatz der Wohnzimmertür Angst hatten – aber auch da ist sie sicher. Sie steht auch sehr fest und muss sich nur noch mit einer Hand festhalten. Außerdem krabbelt sie sooooo schnell! Meine Eltern wohnen in einer Wohnung über mehrere Ebenen mit offenen Treppen und wir mussten alle ganz schön flitzen 😉

Und neugierig ist sie, will alles anfassen, angucken, alles sehen und hören und geht jeder Geräuschquelle nach. Wenn sie im Wohnzimmer ist und wir in der Küche, dann kommt sie sofort angekrabbelt und guckt, was wir machen. Und sie LIEBT den Staubsauger. Wenn der an ist, muss sie sofort dahin, sonst wird sie richtig wütend! Sie lacht dann die ganze Zeit laut, wenn er läuft – das ist so niedlich ♥

Insgesamt hat sie jetzt fünf Zähne, die oberen mittleren Schneidezähne sind nun schon richtig groß und einer von den seitlichen ist auch schon durch, der andere folgt wohl bald, wenn ich das richtig sehe. In den Mund gucken lässt sich unser kleiner Wirbelwind aber nicht besonders gerne. Überhaupt – alles, wo sie ruhig halten muss, findet sie doof. Vor allem wickeln und anziehen. Auf dem Rücken liegen ist ja schon seit Monaten nichts mehr für sie, aber jetzt ist es eine echte Herausforderung, sie fertig zu machen.

Ich muss zwischen Weihnachten und Silvester arbeiten. Dafür habe ich mir im Januar ein paar Tage freigenommen, da werden wir nochmal einen Familienkurztrip nach Holland machen. Wir freuen uns schon riesig darauf!

Ansonsten ist der Schlafmangel einfach manchmal wirklich nervenaufreibend. Das merken wir mittlerweile beide, dass man sich dann über Dinge aufregt, die einem sonst total egal wären. Und ich bin irgendwie auch oft mit mir selbst unzufrieden…durch die Hormonumstellung habe ich teilweise ganz schlechte Haut – das hatte ich vorher nie. Außerdem die (soooooo tiefen!) Augenringe und dazu noch etwa 300 abstehende, kurze Haare am Haaransatz (sind wohl doch nach der Geburt ein paar mehr ausgefallen, hatte ich damals gar nicht gemerkt). Zusätzlich bin ich mit meiner Figur gar nicht glücklich. Ich wiege zwar weniger als vor der Schwangerschaft und bin eigentlich genauso dünn – aber irgendwie ist der Bauch „runder“ und nicht mehr so ganz flach, so ganz genau kann ich das gar nicht beschreiben. Gefällt mir nicht so richtig und vermutlich tut der Winter mit der eigenen Blässe und der Dunkelheit draußen sein Übriges, so dass ich mich selbst gar nicht richtig leiden mag.

Werdet ihr eigentlich auch schon immer nach dem zweiten Kind gefragt? Für uns echt ungewohnt, weil uns ja nach dem ersten Kind nun wirklich kaum einer gefragt hat 😀

Euch allen eine schöne Woche, genießt die Tage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!